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Befragung hochqualifizierter Ingenieurinnen und Naturwissenschaftlerinnen zu MobilitÄt, Karriere und Lebensform

Stichprobe Wissenschaftlerinnen

In die Untersuchung einbezogen wurden alle Frauen, die im Zeitraum von 1997 bis 2007 an ausgewählten Universitäten in ingenieur- und naturwissenschaftlichen Fächern promoviert bzw. habilitiert haben.
Übersichtsplan

Die ausgewählten Universitäten sind:
RWTH Aachen, TU Berlin, TU Braunschweig, TU Darmstadt, TU Dortmund, TU Dresden, TU Hamburg-Harburg, Universität Hamburg, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Johann Wolfgang Goethe Universität Franfurt/Main, TU Kaiserslautern, Universität Kassel, Universität Leipzig, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und Universität Stuttgart.

Einbezogen wurden folgende Disziplinen:
Naturwissenschaften: Mathematik (inkl. Statistik), Informatik, Physik/Astronomie, Chemie (inkl. Biochemie, Lebensmittelchemie), Pharmazie, Biologie (inkl. Biotechnologie), Geowissenschaften, Geographie, Landespflege/Umweltgestaltung Ingenieurwissenschaften: Bergbau/Hüttenwesen, Maschinenbau/Verfahrenstechnik, Elektrotechnik, Verkehrstechnik/Nautik, Architektur/Innenarchitektur, Raumplanung, Bauingenieurwesen, Vermessungswesen sowie Agrarwissenschaften/Lebensmittel- und Getränketechnologie.

Die Probandinnen wurden per E-Mail über Ziele und Inhalte der Untersuchung informiert und mit Hilfe eines Fragebogens (über Online-Fragebogen mit individueller Zugangsprüfung) über ihre Wohn- und Arbeitsorte, Karriereetappen sowie ihre Lebensform befragt. Die Nettostichprobe beträgt rund 1.100 auswertbare Fragebögen. Die Probandinnen wurden auf unterschiedlichen Wegen – über die Promovierenden- bzw. HabilitandInnenstatistik der einschlägigen Fakultäten, über die Dissertationskataloge der Universitäten und der Deutschen Nationalbibliothek sowie über Internetrecherchen ermittelt. Die aktuellen Kontaktdaten wurden in erster Linie über das Internet recherchiert, wobei davon ausgegangen wurde, dass die im Wissenschaftssystem verbliebenen Post-Docs über das Internet auf der Grundlage ihrer Veröffentlichungen bzw. die Internetdarstellungen der betreffenden Institutionen auffindbar sind. Eine große Wahrscheinlichkeit einer Internetpräsenz besteht bei denjenigen Promovierten, die sich erfolgreich selbständig gemacht haben. Schwieriger gestaltete sich die Suche nach Promovierten, die in der Wirtschaft beschäftigt sind, da diese nicht immer auf den Internetseiten der Unternehmen geführt werden. Am ehesten dürfte dies bei Führungskräften der Fall sein, die im Zentrum unseres Interesses stehen. Ergänzend wurden Probandinnen mit Unterstützung von Berufsverbänden und Fachgesellschaften gesucht, indem entsprechende Aufrufe in Newslettern und Zeitschriften der Verbände veröffentlicht wurden. Zwar überwiegen in der Stichprobe die im Wissenschaftssystem Verbliebenen, doch liegt der Anteil der außerhalb des Wissenschaftssystems Tätigen bei immerhin 40%, so dass ein Vergleich der innerhalb und außerhalb des Wissenschaftssystems Tätigen möglich ist.

Insgesamt wurden die Namen von 6.104 Frauen ermittelt, die im Untersuchungszeitraum in den ausgewählten Fächern an den ausgewählten Universitäten promoviert und von weiteren 151 Frauen, die dort habilitiert haben. Von 2.922 Frauen, also knapp der Hälfte der ermittelten Personen, wurden gültige Kontaktadressen gefunden. Diese Frauen wurden alle per E-mail angeschrieben, davon füllten 1.095 Frauen auswertbare Fragebogen aus. Die Rücklaufquote liegt also bei 37% bezogen auf die angeschriebenen Frauen und bei 18% bezogen auf die Grundgesamtheit, d.h. Zahl der Frauen, die an den ausgewählten Universitäten in den ausgewählten Fächern promoviert bzw. habilitiert haben.

Auf Grund der, im Vergleich zu den Ingenieurwissenschaften weitaus höheren Promotionsquote in den Naturwissenschaften und dem geringeren Frauenanteil in den Ingenieurswissenschaften sind 72,5% der Befragten mit auswertbaren Fragebogen Naturwissenschaftlerinnen und nur 25,4% Ingenieurinnen. Der Anteil der Habilitierten liegt bei den Naturwissenschaften bei 7,8% und bei den Ingenieurwissenschaften bei 5,4%, das sind 62 bzw. 15 Frauen. Da sowohl die Qualität der Adressermittlung als auch die Rücklaufquote bei den Habilitierten bemerkenswert hoch war (für 96% aller erfassten Habilitierten konnten gültige Kontaktadressen ermittelt werden und mehr als die Hälfte der angeschriebenen Habilitierten nahmen an der Befragung teil (Rücklaufquote 53%) sind trotz der geringen Zahl von Habilitierten in der Stichprobe signifikante Aussagen zu dieser Gruppe möglich.
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