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Maßnahmen gegen die zunehmende Prekarisierung des wissenschaftlichen Nachwuchses – Handlungsempfehlungen fÜr Wissenschaft, Politik und Gewerkschaften

Abbau der Prekarisierung

Die zunehmende Tendenz, den wissenschaftlichen Nachwuchs auf (befristeten) Teilzeitstellen zu beschäftigen, hat wesentlich zur Prekarisierung der Beschäftigung im Wissenschaftssystem beigetragen.

Das gilt gleichermaßen für die Beschäftigung auf Drittmittelstellen. Die Bedingungen der Bearbeitung von Drittmittelprojekten stehen einer Qualifizierung für eine akademische Laufbahn tendenziell entgegen. Drittmittelforschung qualifiziert jedoch in vielfältiger Weise für Tätigkeiten außerhalb von Hochschulen.

Notwendig ist deshalb zum einen eine Überprüfung der Beschäftigungsbedingungen des akademischen Mittelbaus mit einer Zusammenlegung von Teilzeitstellen (soweit solxche nicht von den Beschäftigten gewünscht werden). Zum anderen sind in der hochschulinternen Personalentwicklung Karrierewege aus der Wissenschaft heraus zu berücksichtigen.

Die Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen für große Teile des wissenschaftlichen Nachwuchses an Hochschulen und Forschungseinrichtungen könnten auch ein Ansatzpunkt für gewerkschaftliche Aktivitäten sein, die ihnen neue Mitglieder einbringen könnten.