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Maßnahmen zur KarrierefÖrderung von Frauen – Handlungsempfehlungen fÜr Wirtschaft, Wissenschaft und Politik

KarrierefÖrderung von Frauen

Die Förderung durch Mentor/innen und die strategische Nutzung von Netzwerken innerhalb und außerhalb von Unternehmen sind, das ist hinreichend bekannt, die wichtigsten Faktoren für erfolgreiche Karrieren, vor Qualifikation und Leistung. Solche Formen der Förderung kommen jedoch bisher ganz überwiegend nur Männern zu Gute.
Die systematische Förderung von Frauennetzwerken und Mentor/innenprogrammen ist deshalb eine Maßnahme, auch Frauen diese Möglichkeiten zu eröffnen und ihre karrierestrategischen Kompetenzen zu erweitern. Unternehmen in weniger attraktiven Regionen könnten sich profilieren, indem sie einerseits besonders gute betriebliche Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bereitstellen und andererseits die berufliche Entwicklung von weiblichen Nachwuchskräften besonders fördern. Damit könnten sie besonders für Akademikerinnen mit MINT-Abschlüssen attraktiv werden.

Notwendig ist auch ein Umdenken in den Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen. Erste Ansätze sind hier zwar erkennbar, doch beschränken sich diese bisher auf einzelne „Leuchttürme“. Notwendig ist eine flächendeckende Verbreitung. Das erfordert ein Umdenken insbesondere bei den wissenschaftlichen Führungskräften als den wesentlichen Personalentwickler/innen an Hochschulen. Für diese Rolle sind sie nicht immer qualifiziert und sie sind nicht immer willens, diese Funktion geschlechtersensibel und auch im Sinne des wissenschaftlichen Nachwuchses auszuüben. Es ist eine Herausforderung für die Hochschulpersonalentwicklung, Konzepte dafür zu entwerfen, wie Hochschullehrer/innen als Führungskräfte noch besser qualifiziert werden können.